Von welcher Sache könntest du weniger machen?
Ich denke ja eigentlich ziemlich genau und lange über das nach, was ich so schreibe. Die Fragen von dailyprompt laden mich tatsächlich dazu ein, meinem ersten Impuls nachzugehen.
Und hier kann ich sagen: Von Sorgen könnte ich mir weniger machen. Vieles von dem, worum ich mich sorgte, ist entweder nicht eingetreten oder aber – wenn es sich als weise Voraussicht entpuppte – ich konnte gut händeln, was das Leben mir so an Aufgaben servierte. Denn irgendwie liegt wohl alles in mir, um das Leben zu bestehen, mit den unausweichlichen Herausforderungen.
Ich übe mich darin, mehr in dieses Vertrauen zu gehen. Ein PROblem als etwas zu betrachten, das für mich ist, mir etwas zeigen möchte – vor allem, wozu ich noch imstande bin. Wo Wachstum auf mich wartet.
Ich schätze, Sorgen gehören wohl zum Elternsein dazu. Begleitet man ein Kind im Autismus-Spektrum in einer neurotypischen, anspruchsvollen und schnelllebigen Welt, gehören Sorgen bereits täglich beim Aufstehen zur Morgenroutine dazu. Aber auch hier versuche ich ins Vertrauen zu gehen, dass ich die Kraft an mir trage, mein Kind gut zu begleiten, für ihn einzustehen, wo es wichtig sein wird – und dass auch er sein Potenzial nutzt, wenn er sich sicher fühlt.
…
Ich übe.
Genauso, wie ich übe, weniger Nudeln zu kochen.
