Fünf Lebensmittel

Was sind deine fünf Lieblingsartikel im Lebensmittelgeschäft?

Lebensmittel.

In den vergangenen Jahren habe ich mich wiederkehrend und fortlaufend mit der Ernährung nach traditionell chinesischer Medizin befasst und sie in den Alltag eingebaut. Auch die Urernährung oder Tiefenernährung habe ich mir in einem umfangreichen Kochbuch zu Gemüte geführt. Dadurch wurde mir bewusster, dass die meisten Lebensmittel, wie sie in den Geschäften angeboten werden, kaum Leben enthalten. Dass selbst die frischen, unverarbeiteten Nahrungsmittel leider oft nur noch wenige Nährstoffe enthalten.

Ich kaufe daher so regional und saisonal wie möglich ein. Dazu suche ich seit Jahren einmal wöchentlich einen Wochenmarkt auf, der eine Vielzahl von Ständen regionaler Bauern und Lebensmittelhändler aufweist. Ich ergänze diesen Einkauf mit einem Supermarkt. Eine Zeit lang kaufte ich sogar in einem Unverpacktladen ein, um die Ausmaße von Verpackungsmüll einzudämmen, was ich mit regelmäßigen Spaziergängen, bei denen ich mit Herzenskind Müll sammelte, ergänzte. Leider schloss der Unverpacktladen irgendwann aus wirtschaftlichen Gründen und damit mussten wir uns nicht nur von der Möglichkeit verabschieden, dass wir dort gute Grundnahrungsmittel bekommen, sondern auch von einer Anlaufstelle für alternativ denkende Menschen, die sich im dazugehörigen Café samt Spielecke für Kinder regelmäßig zum Austausch trafen.

Nun denn.

Ernährung spielt in meinem Leben eine zentrale Rolle, wie wohl bei vielen Menschen. Immerhin soll uns das, was täglich auf dem Teller landet, in gewisser Weise nähren, Energie spenden und im besten Fall gesund erhalten. Und genau da liegt leider auch die Schwachstelle. „Wirklich nahrhaft und gesund“ ist in dieser schnelllebigen und durchgetakteten Welt leider immer mehr abhanden gekommen. Es muss schnell gehen, weil scheinbar zu wenig Zeit und Energie vorhanden ist, sich aus frischen, unverarbeiteten Nahrungsmitteln ein vollwertiges Essen zu kochen. Und ich nehme mich davon nicht aus: Manchmal sind die Schränke voll, aber der Kopf ist leer. Es gäbe genügend Mittel in den Vorräten, um sich eine Mahlzeit zu kochen – und trotzdem ist die Erschöpfung manchmal so groß, dass es nur für eine Bestellung beim Lieferdienst reicht, um die Wartezeit mit Herzenskind bewusst zu gestalten. Für uns ist das der kurze Urlaub im Alltag, wenn wir auswärts essen oder uns hin und wieder etwas bestellen – und für mich auch entlastend.

Bei all der Vielfalt, die ich stets versuche für meine Familie auf den Teller zu zaubern, gibt es auch hier die Top 5, die einfach da sein müssen, um mal schnell etwas nahrhaftes kochen zu können: Auf dem Wochenmarkt kaufe ich jede Woche frische, naturbelassen pasteurisierte Milch in Glasflaschen vom örtlichen Milchbauern, die geschmacklich und in den Nährstoffen nah an der Rohmilch liegt. Leider darf Rohmilch hierzulande nicht verkauft werden – und wenn nur mit dem Hinweis, diese abzukochen. Wir haben auch eine Anlaufstelle für Rohmilch in der Umgebung, können diese aber nicht regelmäßig aufzusuchen, weil der Weg doch zu aufwändig ist.

Beim nächsten Stand das Vertrauens auf dem Wochenmarkt hole ich Kartoffeln und Bio-Eier aus der Region. Hinzu kommen die ungewaschenen Möhren des demeter-Bauern in der Nähe, die in sämtlichen Mahlzeiten von mir verarbeitet werden und durch die Tatsache, dass sie nicht sauber geputzt wurden, deutlich länger frisch bleiben, als Möhren aus dem Supermarkt. Der Geschmack und die Farbe krönen das Ganze! Dieser demeter-Bauer bietet auch die Rohmilch auf seinem Hof an und stellt Milchprodukte daraus her. So kaufte ich eine Zeit lang auch die Butter bei ihnen, die uns aber geschmacklich nicht ganz abholte. Deshalb kaufe ich die Butter im Supermarkt und achte auch dort darauf, dass sie bestenfalls regionalen Bio-Ursprung aufweist.

Weitere Grundnahrungsmittel, die zum Einsatz kommen und mir Sicherheit geben, wenn sie vorrätig sind, wären Haferflocken, Cashewmus, Nudeln und Reis.

Ernährungstechnisch ist auch bei uns noch Luft nach oben. Es gibt Phasen, in denen ich auch viele Dinge kaufe, die körperlich eigentlich keinen gesunden Mehrwert bringen, aber auf seelischer Ebene ein Wohlgefühl auslösen. Meine beiden Herzmenschen sind beispielsweise große Naschkatzen und meine Versuche, da mit natürlicher Süße einzulenken, scheiterten leider öfter. So bin ich zufrieden, wenn ein frisch gekochter Eintopf oder Gerichte mit nahrhaften Lebensmitteln gegessen werden, die einen guten Ausgleich schaffen. Ich kann mich da überwiegend sehr diszipliniert an meine Ernährung nach TCM halten, weil ich spüre, in welches Ungleichgewicht ich gerate, sobald ich es mal vernachlässige – aber ich möchte meinen Herzmenschen da keine Ernährung auferlegen, die nicht zu ihnen passt.

Hast Du Gedanken dazu? Schreib doch gerne einen Kommentar.