Kreativer Ausdruck

Wie lebst du deine Kreativität aus?

Wenn ich so manches Mal Eigenschaften von mir beschreiben sollte, erwähnte ich stets, dass ich kreativ bin. Auch die Menschen in meinem Umfeld würden das jetzt wohl bestätigen.

Ich bin ganz dankbar für den Ideenreichtum, der sich in meiner Denkerbse befindet.

Als Kind war ich da wohl unbefangener, freier. Hatte noch einen viel direkteren Zugriff auf meine Fantasie – es ist einfach geflossen.


Heute ist mein Kopf leider oft viel zu voll mit den To Dos.

Die „Tadaas“ kommen in gewissen Momenten auf, in denen ich mich leicht fühle, ohne Verpflichtung, ohne irgendwas im Kopf, was noch abgearbeitet werden sollte. Verrückt oder? Da wollte man als Kind immer erwachsen werden und jetzt wünschte ich mir so oft die kindliche Leichtigkeit zurück. Verantwortung killt bei mir echt die Fantasie, Leichtigkeit und Kreativität. Müdigkeit und Erschöpfung wirken ähnlich dämpfend.

Doch auch wenn mein Alltag voller Verantwortung steckt, versuche ich mir kleine Oasen zu schaffen. Seit bald acht Jahren schreibe ich in diesem Blog – und seit der Geburt des Herzenskindes mit zunehmender Intensität. Dieser kleine Mensch nimmt mir einerseits Raum um mich herum, in Ruhe eigenen Aktivitäten nachzugehen – gleichzeitig eröffnet er aber auch Räume in mir. Ich war schon immer tiefgründig, nachdenklich – aber in dieser Mutterschaft nimmt das besondere, heilende Ausmaße an! Und so habe habe ich also das Schreiben zu meiner Ausdrucksform erkoren, um meiner inneren Tiefe gerecht zu werden und mir einen ganz wichtigen Ausgleich zu ermöglichen.

Seit meiner Kindheit male ich sehr gerne und habe es über die Jahre auch etwas ausgebaut. Hab mich ausprobiert. Mit Buntstiften, Kreide, Ölfarben, Aquarell, Wasserfarben – je nach Befinden wählte ich das passende Medium. Und natürlich, wie detailliert ich malen wollte. So sind tolle Werke entstanden, die auch hervorragend zu Verschenken waren. Meine Mutter hat immer noch einige Werke bei sich daheim an der Wand hängen. Karikaturen von nahestehenden Menschen bereiteten mir besonders Freude, weil ich dort vieles verpacken konnte, was diesen Menschen so ausmachte. … Gerne würde ich wieder öfter, intuitiver malen, mit Musik auf den Ohren, losgelöst von Verantwortungen – wie in meiner psychosomatischen Rehabilitation 2018, in der ich eins mit dem Malraum wurde. Ich versuche es im Alltag mit Herzenskind gemeinsam zu machen und die kurzen Zeiträume für mich auszukosten.

Außerdem lasse ich beim Kochen und Backen meiner Kreativität freien Lauf. Mische oft intuitiv Zutaten zusammen, ergänze mit Gewürzen und bin am Ende überrascht, was da Schmackhaftes auf den Teller gekommen ist. Wenn ich dann noch meine Mitmenschen begeistern kann, geht mir besonders das Herz auf.

Und da auch ein gewisser Humor vorhanden ist, entstehen so manches Mal interessante Lieder aus Wortschöpfungen des Alltags. Beispiel? Hier wurde schon Benzin von Rammstein umgedichtet, als wir uns ein wenig über den Perfektionismus meines Herzmenschen bezüglich der anständigen Montage von Möbelstücken amüsierten. Titel: Symmetrie. (Man möge dieses Wort nun 1:1 gegen Benzin ersetzen und es mit entsprechender Betonung eines Herrn Lindemann singen). So verfahre ich mit vielen Themen und kombiniere sie mit bekannten Melodien und Jingles. Macht Laune, kann ich sagen. :)

Eine Antwort zu “Kreativer Ausdruck”

  1. Schön, das Kommentarfeld ist vorhanden! – Wenn ich mal richtig koche (so mit selbst gekauften Zutaten) dann experimentiere ich auch gerne mit verschiedensten Gewürzen. Ich liebe auch fertige Gewürzmischungen (entweder aus dem Feinen Vanilleladen in Fulda oder aus der Klosterküche des Klosterverlags Maria Laach).

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