
Ich kenne die Zeiten der Dunkelheit.
Wenn alles schwer wird. Beinahe undurchdringlich.

Die zunehmende Dunkelheit im Außen erreicht irgendwann auch das Innen.
Herbst und Winter machen etwas mit der Seele.

Doch auch die lichtvollen Zeiten im Außen können manchmal die Dunkelheit im Innen nicht vertreiben.
Die Schleier von Trauer, Depression, Angst.. scheinen blickdicht. Nichts geht hindurch.

Doch mit der Zeit. Mit den Wochen, Monaten, Jahren. Kann man es wieder sehen. Das Licht. Zunächst als kleine Funken, irgendwann als wärmende Strahlen, die durch den Schleier das Innen erhellen.

Manchmal erinnert mich die dunkle Jahreszeit an die dunklen Zeiten in mir.
Die Tiefe, die Schwere, die Trauer in mir – all das kommt immer mal wieder, für kurze Momente oder auch mehrere Tage.
Aber nach den vergangenen zehn Jahren kann ich die Dunkelheit in mir liebevoller betrachten – als einen Teil von vielen.
Und da ist diese Gewissheit:
Wo Dunkelheit, da auch Licht.
So wird jeder kleine Lichtfunke zu einem wärmenden Strahl, der mich tief erhellt.
