Lebenslanges Lernen

Lernst du dein Leben lang weiter?

Das könnte ich beinahe als ein Mantra oder inneren Kompass bezeichnen: Ich lerne mein ganzes Leben lang.

Und gleichzeitig: Ich lerne mein Leben. Ich lerne zu leben. Immer wieder neu.

Mir ist wichtig, meinen Geist offen zu halten. Mich interessiert so vieles, einiges mehr, anderes weniger. Früher hatte ich bei dieser Redewendung des lebenslangen Lernens stets die Bildung vor Augen, bei der ich mir zielgerichtet Wissen im Köpfchen abspeichere. Heute blicke ich anders darauf. Lernen findet auf so vielen Ebenen statt – mit Körper, Geist, allen Sinnen und Bewusstseinsebenen. Ich vermute, den größten, nachhaltigsten Lerneffekt erreiche ich bei mir, wenn ich mehrere Ebenen bediene.

Den größten Lernimpuls für’s Leben haben mir meine Kinder gegeben. Alles noch einmal neu betrachten und das eigene Erlernte hinterfragen. Dann irgendwie als Schnittstelle zwischen der jungen Generation nach mir und der älteren Generation vor mir zu fungieren. Was da für Energie frei wird, wenn sich alle drauf einlassen. Und dort wird oft sehr deutlich, wie unflexibel der ein oder andere im Laufe der Jahre wird – nicht mal des Wollens wegen, sondern auch weil kognitive Prozesse langsamer laufen, bleiben wir nicht dran, unsere Schaltzentrale zu warten und zu lüften. So bleibe ich stets dran, meinem Naturell Raum zu geben, wenn ich dem, was mich gerade brennend interessiert, nachgehe und mich damit beschäftige. Ich erlaube mir Vielfältigkeit, wenn es in mir ruft.

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