Welche Technologie wird es deiner Meinung nach in 20 Jahren ganz sicher geben?

Bei dieser Frage bekomme ich ein Ziehen in der Magengegend.
Zum einen bin ich technisch nicht so sehr bewandt und interessiert, als das ich darüber adäquat fachsimpeln könnte. Vor Jahren hatte ich mal die Idee, Straßen so zu konzipieren, dass mit der Reibung der Reifen Strom oder Wärmeenergie erzeugt werden könnte – grob gedacht.
Ich bin im Alltag dankbar für jene Gerätschaften, die mir einiges erleichtern – wenn sie das machen, was sie versprechen. Wieviel Zeit, Nerven und Geld doch am Ende dafür aufgewendet werden muss, diese Geräte zu warten, zu pflegen, zu reparieren oder gar auszutauschen. Technik, die begeistert.
Und bei aller Dankbarkeit darüber, mein Geschirr nicht mehr komplett mit Hand zu spülen oder meine Wäsche auf einem Waschbrett waschen zu müssen – wird mir alles beinahe zu technisch. Manches finde ich tatsächlich unpraktisch und befremdlich – und ob es dem Menschen eine Erleichterung oder Unterstützung bringt, stelle ich bei einigen Gerätschaften wirklich infrage.
Und da ich sehe, wie sich die Menschen seit meiner Kindheit entwickelt haben, möchte ich im Grunde nicht noch mehr technischen Fortschritt. Weil ich sehe, was dafür alles notwendig wird. Und was dabei auf der Strecke bleibt.
Könnten wir diese Frage also eher anders formulieren? Könnten wir uns eher darauf besinnen, welche Werte wir als Menschen in zwanzig Jahren leben möchten, um ein gutes, friedvolles Miteinander zu ermöglichen – im Einklang mit der Umwelt, der Erde? Ich schätze, da erübrigt sich an manchen Stellen die Frage nach weiteren technischen Errungenschaften.
