Klarheit

Seit vier Monaten habe ich beobachtet. Zeichen, die mir mein Körper sendete. Ich hab abgewartet, ob es sich von alleine wieder legen würde.

Tat es nicht.

Ich habe mich informiert, belesen. Aufgepasst, dass ich nicht alles überbewerte. Versucht, alles einzuordnen, was mir mein Körper sagen will.

Die Gedanken und Vermutungen gingen in viele Richtungen. Von harmlos bis schwerwiegend. Eine richtige Klarheit fand ich nicht.

Ich vereinbarte einen Arzttermin für Anfang Januar. Aufgrund der extremen Schneeverhältnisse musste ich den Termin verschieben. Die Anfahrt dauert grundsätzlich schon länger – mit dicken Schneeverwehungen lag ich bei der doppelten Zeit. Ich wog ab und konnte noch etwas warten.

Die Zeichen meines Körpers blieben. Wurden schmerzhafter. Ich vereinbarte mir einen zeitnahen Termin.

Am Tag des nächsten Termins: Erneut Schneetreiben. Eigentlich nicht mein Wetter für längere Autofahrten. Soll das ein Zeichen sein? Aber nochmal verschieben – wollte ich nicht. Ich wollte endlich mehr Klarheit. Mit Herzenskind machte ich mich früh auf den Weg, um keinen Zeitdruck zu haben. Alles lief gut. Im Wartezimmer dachte ich für einen Moment daran, dass ich in wenigen Minuten auch eine schwere, lebensverändernde Diagnose erhalten könnte. Ohne lange Wartezeit kam ich in den Behandlungsraum und wurde einfühlsam untersucht. Herzenskind dabei und mit seinem Hilfsmittel beschäftigt. Ergebnis: Ein worst Case ausgeschlossen. Eine andere Vermutung für die Beschwerden wurde besprochen.

Erstmal kann ich diesen einen Tab im Kopf schließen. Werde meinen Körper weiter beobachten und etwas zur Linderung ausprobieren. Weitere Untersuchungen werden sicher nötig, um auszuschließen oder zu bestätigen. Aber ein großer Anteil in mir denkt weiterhin, dass es sich auch von alleine wieder bessern könnte.

Hast Du Gedanken dazu? Schreib doch gerne einen Kommentar.