Geschenk

Frag mich immer wieder, wie man das hinbekommen kann: Keine Erwartungen an Menschen zu entwickeln.

Irgendwie sind wir wohl alle ganz schön konditioniert.

Bedingungslos lieben? Gar nicht so einfach. Sollte man doch immer irgendwie „so sein“, wie andere es sich vorstellten.

Doch für das eigene „So-Sein“ geliebt werden? Haben vermutlich viele von uns nicht in Gänze erfahren dürfen. Oft schenkt einem das Leben dann noch einmal Menschen, mit denen diese Erfahrung möglich wird. Dann fühlt sich das alles ungewohnt und fremd an. Die Prägungen und Konditionierungen arbeiten weiter im Kopf und wollen dieses bewährte Konstrukt aufrecht erhalten.

Aber es lohnt sich, da mal ranzugehen. Kein radikaler Abriss – das ist unmöglich. Eher Stück für Stück abtragen. Pausen machen. Umgewöhnung. Korrigierende Erfahrungen zulassen und integrieren. Jeder im eigenen Tempo. Und je länger alte Prägungen im eigenen System arbeiteten, umso länger darf es dauern, sie zu ersetzen.

Schön in der Theorie.

Anstrengend und herausfordernd im Alltag. Denn da ruckelt es weiterhin.

Ich übe das. Jeden Tag. Für mich. Und für die nahestehenden Menschen um mich herum.

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