Was machst du, um besser zu schlafen?
Direkt vorweg: Ich war noch nie eine gute Schläferin. An viele Momente aus meiner Kindheit erinnere ich mich, in denen mein Schlaf einfach nicht so wollte, wie ich es gebraucht hätte. Heute blicke ich da natürlich anders drauf zurück: Mein Nervensystem hatte stets viel zu verarbeiten – und auf Knopfdruck abschalten klappte nie so richtig. Es gab Phasen, in denen brauchte ich als Kind abends sogar das laufende Radio neben meinem Bett, um die vielen Gedanken in meinem Kopf schlafen zu legen.
Mit den Jahren probierte ich vieles aus. Die warme Milch mit Honig war das altbewährte Hausmittelchen meiner Mutter – und dieses wohlige Gefühl im Bauch mag ich heute auch noch sehr. Grundsätzlich trinke ich heute viel Tee und beruhige meinen Magen auch am Abend damit.
Außerdem achte ich darauf, dass zwischen letzter Mahlzeit und dem Schlafengehen mindestens zwei Stunden liegen. Unser Abendessen fällt in einen Zeitraum, nach dem der Körper anschließend noch genügend Zeit hat, den gefüllten Magen allmählich zu leeren. Auch die Wahl der Speisen am Abend ist entscheidend – ein zu üppiges, reichhaltiges Mahl belastet mein System sehr und deshalb ist sogar am Abend Essengehen für mich mittlerweile nicht mehr gut verträglich.
Da ich täglich nur morgens eine Tasse Kaffee trinke, hat Koffein vor dem Schlafengehen bei mir keine Relevanz. Falls es sich doch mal zuträgt, z.B. in Gesellschaft von Besuch oder auf Feiern, versuche ich die eine Tasse am Nachmittag bestenfalls vor 16 Uhr ausgetrunken zu haben. An sich hat Kaffee ja direkt vor dem Schlafengehen eine schlaffördernde Wirkung – aber es mir zu riskant, das auszuprobieren.
Ich läute für mich zwischen 19 und 20 Uhr den Abend ein. Abends noch telefonieren oder intensive Gespräche führen, tut mir nicht mehr gut – ich brauche im Nachgang zu lange, um herunterfahren. Insgesamt mache ich abends alles leiser, dämpfe das Licht, wenn möglich. In der dunklen Jahreszeit habe ich ausprobiert, hin und wieder abends im schummrigen Licht zu duschen – etwas, das ich ganz bewusst mache mit der Intention, die Eindrücke des Tages von mir abzuspülen. Wenn sich besonders viel an einem Tag ereignete, große Gefühle flossen oder wir unterwegs auf einem Ausflug waren, nutze ich eine abendliche, warme Dusche bewusst dazu, um den Tag loszulassen.
Seit einiger Zeit nehme ich zum Abend Magnesium-Glycinat ein, da es den Schlaf unterstützen und fördern soll. Ich merke, dass die vereinzelten Schlafphasen etwas tiefere Sequenzen haben und ich dadurch morgens besser aus dem Bett komme. Ich habe über die Jahre einiges ausprobiert: Baldrian, Hopfen, Melisse, Melatonin, L-Tryptophan und ich vergesse gerade sicher noch etwas. Oft waren die Präparate zu hoch dosiert und manchmal erlebte ich die entgegengesetzte Wirkung – etwas, das viele Menschen im Spektrum der Neurodiversität erleben. Vor allem Mischpräparate sind für mich nicht mehr attraktiv, da ich am Ende nicht weiß, auf welchen Inhaltsstoff ich stark reagiere.
Wenn draußen nicht gerade über 30 Grad herrschen, erwärme ich mir abends ein Dinkelkissen, das ich mir zur Entspannung auf den Oberbauch lege. Es wird wohl die Kombination aus Gewicht des Kissens und der Wärme sein, die meinem Körper signalisiert: Jetzt darfst du zur Ruhe kommen.
Seit schätzungsweise einem Jahr schalte ich abends um 20 Uhr mein Telefon auf Flugmodus. Ich habe gemerkt, dass es mir mit Bildschirmen abends nicht gut geht. Nur im äußersten Ausnahmefall schreibe ich noch etwas oder mache mir eine Erinnerung im Internetbrowser, damit ich am nächsten Tag nach etwas suchen kann, das mir noch eingefallen ist. Grundsätzlich braucht mein Kopf abends nicht mehr die Berieselung durch Bildschirme. Gerne lese ich noch ein paar Seiten in einem physischen Buch (kein E-Book) und lege es zur Seite, sobald meine Augen schwer werden.
Da wir an einer befahrenen Straße leben und leider oft besonders am Abend noch einige mit lauten Autos viel zu schnell vorbei rasen, versuche ich mit beruhigenden Klängen die Geräusche draußen zu dämpfen. Als Herzenskind noch klein war, hatten wir ein kleines Gerät, das verschiedene Rausch-Geräusche von sich gab. Seit zwei Jahren in etwa schalte ich uns abends Heilfrequenzen ein. Diese konnte ich herunterladen und fortan im Flugmodus laufen lassen. Ein kleines Beispiel hänge ich als Link an.
https://youtu.be/XVuN3M3lVUo?is=whRQOht_PSKGJ7vW
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Schlaf ist echt meine persönliche Achillesferse. Er ist so störanfällig und ich merke stets, wie viele Faktoren darauf Einfluss nehmen. Das, was ich für mich mittlerweile schon mal als „gute Nacht“ betrachte, ist vermutlich für manch einen guten Schläfer eine ziemlich schlechte Nacht.
