Welches Versprechen an dich selbst hast du wirklich gehalten?
So richtig versprochen habe ich mir selbst gegenüber nichts direkt.
Es gleicht wohl eher einem inneren Antrieb, einem Leitgedanken.
Und zwar habe ich mich bei all den Herausforderungen in meinem Leben, die mich tief prägten und auch mit Wunden zurückließen, stets darauf besonnen: Aufgeben ist keine Option.
So sehr ich auch verzweifelte. So sehr ich auch in der Dunkelheit saß und oft nicht mehr am Leben sein wollte – besonders nach dem Tod meines Kindes. Ja, so sehr ich hilflos und ratlos am Boden saß, weil ich keine Ahnung hatte, wie ich manch missliche Lage lösen könnte. So groß war diese Kraft in mir, diese Überzeugung, dieses Licht, weiterzumachen. Irgendwie. Ich habe ich stets daran erinnert, dass nach Dunkelheit wieder Licht kommt. Dass ich Hürden überwinden kann – und wenn nicht, dann gehe ich eben drumherum, statt mittendurch.
Und vielleicht gab ich mir damit still das Versprechen, glücklich sein zu dürfen – trotz oder gerade wegen allen Unwegsamkeiten, die das Leben so bereithält.

