Wink

Herzenskind und ich setzen uns an den Küchentisch. Wir wollen gemeinsam malen. Ohne konkrete Vorstellung, was wir zu Papier bringen wollen, zieht sich jeder von uns ein weißes Blatt und wählt einen Stift. Der kleine Mensch entwickelt schnell eine Vorstellung und beginnt konzentriert, Linien und Buchstaben auf das Papier zu malen. Ich zeichne seinen Namen, sodass er später die Möglichkeit hat, ihn noch einmal nachzuziehen und so seinen kompletten Namen schreiben zu üben. Als Herzenskind sein erstes Bild fertig hat, zieht er sich das nächste Blatt aus dem Block. Ich suche weiterhin nach einer Idee – so ganz intuitiv kommt’s nicht in Fahrt. Mein Blick wandert zum Fenster, ich schaue nach draußen und sehe einen großen LKW vorbeifahren. Unmittelbar beginne ich zu lächeln, denn manchmal erheitern mich die Zufälle im Leben. Als würde mir irgendetwas einen Wink senden. Das Universum? Höhere Mächte? Who knows. Ich nehme die Aufschrift des LKW als Anreiz, für einige Momente im Malfluss zu versinken.

Herzenskind fertigte derweil zwei weitere Bilder, die mich unwahrscheinlich beglückten – denn es ist jedes Mal so schön anzusehen, wie gerne er malt, wie detailgenau er sich etwas merken kann und wieder gibt.

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