
13:30 Uhr. Die zweite Tasse Kaffee des Tages steht vor mir. Für mich eigentlich schon viel, trinke ich sonst höchstens eine Tasse am Tag.
Gerade schmeckt er aber wirklich gut.
Und ich zelebriere das immer ein bisschen. Milch im Milchtopf erwärmen. Gewürze zum Kaffee. Milch aufschäumen. Zimt oben drauf. Das kleine Glück in der Tasse.
Gegen die bleiernde Müdigkeit hilft der Kaffee leider nicht. Denn diese Schwere sitzt wieder in jeder kleinsten Zelle meines Körpers, so scheint es.
Die vergangenen eineinhalb Tage sitzen mir in den Knochen. Kaum Schlaf. Krankes Kind begleiten, was mich unweigerlich an die Zeit vor knapp 12 Jahren erinnerte. Es war eine andere Intensität. Zu dem, was eh schon jeden Tag viel Aufmerksamkeit und Energie verlangt.
Mein Kopf sehnt sich auf eine Weise nach Gesprächen. Nach Input. Andererseits ist da kaum Kapazität, kaum Aufnahmefähigkeit.
Ob ich nochmal über etwas anderes schreibe?
Vielleicht.
Irgendwann.
Wenn ich nicht mehr so müde bin.
Bis dahin darf der Kaffee seinen Placeboeffekt erfüllen.

2 Antworten zu “Da hilft kein Kaffee”
Wie gut ich das nachvollziehen kann – sowohl mit dem Kaffee, als auch mit dem Gesprächsbedarf ohne Aufnahmekapazitäten, als auch die Sorge um das Kind.
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So viel Gleichzeitigkeit manchmal. Danke für Deine Nachricht.💛
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