Jedes Wort zu viel.
Jeder Gedanke prallt gegen eine innere Wand – es geht nicht weiter über das hinaus, was mich betrifft.
Mein System läuft auf Selbstschutz. Scheuklappen. Tunnelblick.
Ich will nichts wissen. Kein Interesse.
Bin müde vom Kümmern. Vom Nachdenken über alle und für jeden.
Irgendetwas verändert sich in mir. Sortiert sich neu.
Habe ich doch das Gefühl, dass ich auf meinem bisherigen Weg, mit meiner bisherigen Herangehensweise massiv erschöpfe.
Es muss sich etwas ändern. In mir.
Ich spreche nur das Nötigste. Kaum Blickkontakt. Berührungen, nur wenn nötig.
Es ist nur eine Phase, das weiß ich.
Schlechtes Gewissen gegenüber meiner Herzmenschen – ist da. Spüren, das was nicht stimmt.
Man könnte meinen: So sieht Burnout aus. So sieht mein persönlicher Care-Out aus. Ausgebrannt vom Funktionieren, Organisieren, Kümmern, Rücksichtnehmen, Hintenanstellen.
Ändern kann nur ich. Den Anfang machen. Dafür muss ich mich sortieren. Brauche Ruhe. Geht nur bedingt. Weil. Viele Gründe.
Wo mein System sonst in alle Richtungen funkte, herrscht nun sowas wie Funkstille. Ganz still ist es zwar nicht. Aber ich wähle bewusst die Kanäle, wo ich auf Sendung sein kann. Und muss.
